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Vergleich der symbolisch visuellen Wahrnehmungs- und visomotorischen Produktionsfähigkeit von sprachentwicklungsgestörten, gehörlosen und nichtbehinderten Kindern (VSI)

Eine empirische Grundlagenuntersuchung zu den wahrnehmungsmäßigen und feinmotorisch-koordinativen Voraussetzungen für den Schriftspracherwerb

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Klaus-Burkhard Günther

Ausgangspunkt der Untersuchung waren vornehmlich von gehörlosen Kindern berichtete Erfahrungen über einen gelungenen Verbalspracherwerb über die Schrift ohne vorausgegangene elementare Lautsprachentwicklung. Als Voraussetzung für eine solche Entwicklung wird die problemlose Wahrnehmung und Produktion von schriftlichen Zeichen angesehen. Im Gegensatz zur gängigen heilpädagogischen Meinung wird von der Hypothese ausgegangen, daß schriftlich-symbolische Zeichen im Vergleich zu nonsymbolischen besonders einfache perzeptuelle Anforderungen darstellen. Für die Überprüfung der Hypothese wurde zu dem FEW, der als paradigmatischer nonsymbolischer Wahrnehmungstest verwendet wurde, ein paralleles symbolisches Verfahren entwickelt und beide Tests bei 500 nicht-, hör- und sprachbehinderten Vor- und Erstkläßlern eingesetzt. Die Ergebnisse bestätigen die Hypothese und geben Hinweise auf kompensatorische Möglichkeiten, bei schweren Lautsprachentwicklungsstörungen Verbalsprache über die Schrift aufzubauen.
Aus dem Inhalt: Grundlagen, Hypothesen, Konzeption und Durchführung der Untersuchung zur visuell symbolischen Wahrnehmungs- und visomotorischen Produktionsfähigkeit von nicht-, hör- und sprachbehinderten Kindern - Auswertung, Analyse, Interpretation der visuell-visomotorischen Untersuchungsverfahren - Konsequenzen für die pädagogischtherapeutische Praxis.