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Die Sozialkritik im Jesajabuch

Redaktionsgeschichtliche Analyse

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Renatus Porath

Zum Verständnis der sozialen Schäden, die Jesaja anprangert, soll neben der Arbeit am Text erwogen werden, inwieweit die Prophetie im Südreich des 8. Jhs. mit Problemen der zeitgenössischen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Alten Orients in Verbindung zu bringen ist. Mit dem methodischen Schritt - Achten auf Wechsel im Bereich der Tempora, der Schuldbegrifflichkeit und der Adressaten möchte die Arbeit den Versuch machen, den Wandlungsprozeß nachzuzeichnen, der bei der öffentlichen Auseinandersetzung des Propheten mit seinen Hörern seinen Ausgangspunkt nimmt, über die Verschriftung dieser Kritik läuft und bis zum vorliegenden Text reicht. Der Exeget kann sich diesen zurückgelegten Weg der Sozialkritik nur von der literarischen Endgestalt im Jesajabuch her schrittweise zurücktasten.
Aus dem Inhalt: Sozialkritik in Jes 3: Formal-stilistische Analyse - Sachliche Analyse von Vergehen und angekündigte Strafe - Beschreibung der Adressaten und der angeredeten soziologischen Größen - Sozialkritik in Jes 5 u. 10: Weinberglied und Weherufreihe - Sozial-, wirtschafts- und redaktionsgeschichtliche Folgerungen.