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Die gegenwärtige Diskussion über Kriterien bei der Vergabe staatlicher Entwicklungshilfe

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Thomas Wissing

Nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes gehen immer mehr Staaten dazu über, die Vergabe ihrer Entwicklungshilfe von bestimmten Bedingungen, wie der Einhaltung der Menschenrechte, abhängig zu machen. Am Beispiel der deutschen Entwicklungspolitik beurteilt die vorliegende Untersuchung die Chancen und Risiken einer solchen Konzeption. Ausgehend von der internationalen Diskussion um auflagengebundene Entwicklungshilfe konzentriert sich die Analyse auf Fragen der Rechtfertigung und der Durchsetzbarkeit von Vergabekriterien in der Praxis. Die Auswertung von Fallbeispielen zeigt: Im Zweifelsfalle orientiert sich die Vergabe von Entwicklungshilfe nach wie vor eher an wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Eigeninteressen der Geberländer als an den Bedürfnissen der notleidenden Menschen.
Aus dem Inhalt: Kriterienkataloge als neues Instrument staatlicher Entwicklungszusammenarbeit - Auflagenpolitik und Interventionsverbot - Praktische Implementationschancen - Fallbeispiele ausgewählter Länder.