Show Less
Restricted access

Marktprozeß und staatliche Koordination

Eine markttheoretische Analyse am Beispiel des bundesdeutschen Raumfahrtengagements

Series:

Gerold Dubbermann

Diese Studie relativiert die 'Notwendigkeit' staatlicher (Weltraum-) Technologiepolitik. Dafür werden die Institutionen der dezentralen Handelnsordnung ebenso wie die des politischen Systems auf ihre Leistungsfähigkeit und Grenzen geprüft. Die Markt-Systemtheorie schafft Raum für eine sukzessive Evolution des technischen Fortschritts. Diesem steht ein industriepolitischer Technologie-Konstruktivismus gegenüber. Die prozeßtheoretischen Überlegungen werden (u.a.) an den ESA-Großprojekten HERMES, COLUMBUS, ARIANE-V und den Einzelergebnissen der Technologieförderung getestet. Theoretisches und empirisches Fazit: der dynamische Marktwettbewerb hat eine intensive Innovationswirkung und geht - erheblich - schonender mit knappen Ressourcen um. So läßt sich, unter Einbeziehung der politischen Ökonomie, eine Erklärung für die üppigen Weltraumprogramme mit hoher Relevanz auch für die aktuelle ökonomische Krise finden.
Aus dem Inhalt: Ziele und Geschichte der deutschen/europäischen Weltraumprogramme - Marktprozeß, technischer Fortschritt und Marktversagen - Staatsaufgaben, Staatsversagen und Ressourcenverschwendung - Raumfahrtengagement der Bundesrepublik - Auftragsvergabe und Beschaffungsverfahren von BMFT/ESA - Einzelergebnisse der Technologieförderung - Raumfahrt und Neue Politische Ökonomie.