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Entwicklungstendenzen der österreichischen Rechtssprache seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert

Eine syntaktische, stilistische und lexikalische Untersuchung von Studiengesetzen und -verordnungen

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Paul Rössler

Bekanntlich pflegt die österreichische Rechtssprache einen «schwierigen», «umständlichen» und «unpersönlichen» Stil. Man spricht abschätzig vom «Amtsdeutsch» oder «Kanzleistil». Die vorliegende Analyse gibt sich mit solchen ungenauen Werturteilen nicht zufrieden. Vielmehr ergründet sie, welche exakten Kriterien zu den Stilcharakteristika der österreichischen Rechtssprache führen. Mittels quantitativer Diachronanalyse wird die Entwicklung der Syntax, Stilistik und Lexik österreichischer Studiengesetze und -verordnungen seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert untersucht. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die Entwicklung der geschriebenen Rechtssprache in Österreich als einheitlicher Fachsprache ziehen. Vergleiche mit der bundesdeutschen Rechts- und Verwaltungssprache, grundsätzliche Überlegungen zur Rechtssprache als linguistisches Untersuchungsobjekt und ein historischer Abriß des österreichischen Studienwesens stellen die vorliegende Monographie in einen größeren Kontext.
Aus dem Inhalt: Abriß der Geschichte des österreichischen Studienwesens - Rechtssprache als linguistisches Untersuchungsobjekt - Aufbau, Inhalt, Syntax und Stilistik des jeweiligen Rechtstextes in Einzelanalyse - Diachrone Gesamtanalyse: Syntax, Stilistik, Lexik, Interferenzen zwischen Inhalt und Stil, Vergleiche mit anderen Rechtstexten und mit der generellen Entwicklung der deutschen Sprache seit 1790.