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Ethnographische Parallelen und Vergleiche zum Prozeß der Neolithisierung

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Brigitte Volkhausen

Reduktionsprozesse schränken die Interpretationsmöglichkeiten archäologischer Funde und Befunde ein. Aktualistische Vergleiche ermöglichen eine Erweiterung dieser Grenzen. Die 'Neolithisierung' - der Übergang zum produktiven Nahrungsmittelerwerb - wird vom Umbruch in allen Lebensbereichen begleitet und ist als ein historischer 'Akt' zu betrachten. Die Autorin entwickelt Fragestellungen unter der Zielvorgabe, inwieweit ethnographische Quellen über Wildbeuter Erkenntnisse zum Entwicklungsprozeß der frühen Menschheit vermitteln können und versucht, eine breite Basis für aktualistische Modelle aus ethnographischen Quellen zu legen. Im Anschluß entwirft sie daraus Modelle zu einzelnen Aspekten des Neolithisierungsprozesses. Unter diesen Zielvorgaben stellt die Untersuchung eine grundlegende Arbeit dar, die in dieser Konzentration erstmals für die archäologische Forschung ein weites Feld eröffnet.
Aus dem Inhalt: Tradition und Wandel kultureller Phänomene von Wildbeutergruppen vor dem Hintergrund des Neolithisierungsprozesses - Wanderzyklen, Besiedelung und Lagertypen - Bedarfsdeckungswirtschaft, Nutzung und zielgerichte Spezialisierungen, Kontaktsituationen, Übernutzung - Haltung und Quasi-Domestikation von Wildtieren - Bedeutung für Archäologie.