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Deutschland und Polen von 1918/19 bis 1925

Deutsch-polnische Beziehungen zwischen Versailles und Locarno

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Ralph Schattkowsky

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Gestaltung der Nachbarschaft zwischen Deutschland und Polen stark durch die historisch vorbelasteten Beziehungen beider Völker geprägt und unterlag der Neuordnung des formal nach nationalstaatlichen Gesichtspunkten geordneten und von den Ententemächten dominierten europäischen Nachkriegssystems. Deutschland strebte eine zügige Revision des Versailler Vertrages an und Polen war eng an die Siegermächte gebunden. Es sah allein in der Aufrechterhaltung des Status quo die Versicherung seiner staatlichen Existenz. Der Zeitraum bis 1925 formte die Grundlagen der Nachbarschaft und war eng mit der Ausführung der Bestimmungen des Friedensvertrages verbunden. Der Streit um Grenzfestlegungen, Minderheitenfragen und Wirtschaftsbeziehungen ließ kaum Möglichkeiten der Akzeptanz des Nachbarn zu und alle zuweilen erfolgversprechenden Annäherungsversuche scheiterten an den gegebenen Dogmen.
Aus dem Inhalt: Grenzfestlegungen und polnische Aufstände - Separatismus im Osten - Ausführung des Friedensvertrages - Minderheitenfrage - Polen und der Ruhrkonflikt - Wirtschaftskrieg - Deutschland, Polen und der Vertrag von Locarno.