Show Less
Restricted access

Intertextualität in der Frühen Neuzeit

Studien zu ihren theoretischen und praktischen Perspektiven

Series:

Wilhelm Kühlmann and Wolfgang Neuber

Der Band dokumentiert das internationale Arbeitsgespräch zum Thema Intertextualität in der Frühen Neuzeit - Textuelle Sinnkonstitution 1450-1700: Bedingungen, Funktionen und Strukturen, das im Oktober 1992 als Jahrestagung des «Instituts für die Erforschung der Frühen Neuzeit» in Wien stattgefunden hat. Ausgangsbefund war die Feststellung, daß «Intertextualität» von der Forschung in den meisten Fällen unter den Bedingungen des modernen Subjektsbegriffs an Texten des 19. und des 20. Jahrhunderts untersucht wurde. D.h.: Obwohl das Intertextualitätskonzept zur Überprüfung bestehender methodischer wie historischer Konzepte auffordert, wurde es im Bereich der Frühen Neuzeit noch unzureichend erprobt. Die germanistischen, romanistischen, rhetorikhistorischen, kunst- sowie geschichtswissenschaftlichen Beiträge des Bandes fokussieren daher ihre theoretisch-praktischen Anstrengungen auf eine bestimmte Epoche, eben die Frühe Neuzeit.
Aus dem Inhalt: Die Beiträge beschäftigen sich - unter dem Gesichtspunkt bzw. dem theoretischen Modell der Intertextualität - mit der Literatur und der Bildenden Kunst des 15. bis 18. Jahrhunderts. Sie gehen, bei aller unterschiedlichen Gewichtung, gemeinsam von einem weiten Textbegriff aus, der es ermöglicht, anstelle der herkömmlichen «wechselseitigen Erhellung der Künste» von einer verbindenden Tiefenstruktur frühneuzeitlicher Kunstproduktion zu sprechen.