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Die Evolutionsthematik in Doris Lessings «Space Fiction»

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Regina Twiste

Charles Darwins Evolutionstheorie beeinflußte nicht nur maßgeblich die Naturwissenschaften, sondern auch Bereiche wie Religion, Philosophie, Geschichte und Literatur. Die vorliegende Analyse will zeigen, daß für die Autorin Doris Lessing Evolution eines der wichtigsten Themen in ihrer «Science/Space Fiction» darstellt, wobei Lessing «Evolution» keineswegs mit linearem «Fortschritt» gleichsetzt. Vielmehr faßt die Autorin die Entwicklung der menschlichen Spezies oder auch des Individuums auf sozialer, psychischer, ökonomisch-politischer und nicht zuletzt, spiritueller Ebene in einem Zyklischen Modell zusammen, das durchaus auch Phasen von Stagnation oder Regression (Devolution) enthalten kann. Das kosmische Gesetz der «Necessity» regiert Lessings multidimensionales Universum und wirft in jedem Buch von neuem die Frage nach der Selbstbestimmung des Menschen in einem vom «survival of the fittest» gezeichneten Kosmos auf.
Aus dem Inhalt: Diskussion der Begriffe Evolution, Entwicklung, Fortschritt, Devolution & deren Verwendung in den Wissenschaften - Einflüsse auf Lessings Gestaltung der Evolutionsthematik (Darwin, Jung, Sufismus, Neoplatonismus, SF) - Evolutionsmodelle: Teilhard, Mumford, Spengler, Toynbee - Verknüpfung «inner/outer Space» - Einzelinterpretationen: The Four-Gated City, Briefing, Memoirs, 'Canopus-in-Argos', Fifth Child.