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Die Kammer für soziale Ordnung der Evangelischen Kirche in Deutschland

Über den Versuch, aus christlicher Verantwortung die Sozial- und Wirtschaftspolitik der Bundesrepublik mitzugestalten

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Günter Riedner

Für das Selbstverständnis der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist es nach 1945 konstitutiv, Weltverantwortung als Mitbeteiligung am gesellschaftlichen Prozeß wahrzunehmen. Instrument auf sozial- und wirtschaftspolitischem Gebiet soll die «Kammer für soziale Ordnung» sein, ein Sachverständigengremium aus Theologen und Laien. Diese Kammer erarbeitet «Worte» bzw. «Denkschriften», die im Namen der EKD veröffentlicht werden. Dabei wird keine christliche Gesellschaftsordnung entworfen, sondern eine kommunizierbare Ethik für eine pluralistische Gesellschaft. Anhand von Sitzungsprotokollen wird die Arbeitsweise dargestellt, insbesondere unter der Frage, wie sich die theologischen Voraussetzungen der Kirche mit dem sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Sachwissen vermitteln.
Aus dem Inhalt: Die Evangelische Kirche in Deutschland nach 1945 auf dem Weg zu einer politisch mitverantwortlichen Kirche - Die Einsetzung der «Kammer für soziale Ordnung» als kirchliches Beratungsorgan und ihre Arbeitsweise bis zum Jahre 1970 - Die Entstehung der «Denkschriften» zu Fragen der Eigentumsverteilung, der Landwirtschaft, der Raumordnung, der Mitbestimmung und «Aufgaben und Grenzen kirchlicher Äußerungen zu gesellschaftlichen Fragen.»