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Geldpolitik im Gefangenendilemma - zwei Vorschläge für rationales Verhalten

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Brigitte Lorch

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich ausschließlich mit einem neuklassischen Modell von R.J. Barro und D.B. Gordon aus dem Jahre 1983, das mit Hilfe der nichtkooperativen Spieltheorie die Hochinflationsphase der 70er Jahre als unvermeidbares Resultat einer politisch abhängigen Notenbank erklärt. Nach Darstellung des Modells und Diskussion seiner Annahmen - u.a. rationale Erwartungsbildung, flexible Löhne, stabiler trade-off zwischen Arbeitslosenquote und unerwarteter Inflation, nichtkooperative Entscheidungsfindung von Notenbank und privatem Sektor - wird versucht, Barro und Gordons rigorose Schlußfolgerung einzuschränken, ohne an den Modellannahmen Wesentliches zu ändern. Es zeigt sich, daß es sowohl für den privaten Sektor als auch die Notenbank jeweils rational begründbare Auswege aus dem sogenannten «Gefangenendilemma» zwischen rationaler Erwartungsbildung und unerwünscht hoher Inflation gibt.
Aus dem Inhalt: Das Barro-Gordon-Modell (1983b) - Regelgebundene vs. diskretionäre Geldpolitik - Neuklassische Philipskurvenerklärung - Theorie rationaler Erwartungsbildung - Gefangenendilemma - Nichtkooperative Spieltheorie - Modellkonforme Kritik des Barro-Gordon-Modells.