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Programmzeitschriften aus publizistischer und wirtschaftlicher Sicht

Situationsdarstellung und empirische Studie

Series:

Christiane Kuhn

Durch ihren hohen Verbreitungsgrad sind Programm- bzw. Fernsehzeitschriften sowohl für die Publizistikwissenschaft als auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten Medien mit großer Bedeutung. Als Hauptmittler von (Programm-) Informationen für das einflußreichste Medium - das Fernsehen - sind sie in der Lage, Einschaltquoten und damit den Wettbewerb der Fernseh-Sender zu beeinflussen. Angesichts der Verknüpfung vieler Programmzeitschriften mit TV-Sendern und den in der Medienkonzentration begründeten wirtschaftlichen Interessen stellt sich die Frage, ob diese Zeitschriften nicht im Konflikt zur verfassungsrechtlichen Aufgabe der Presse stehen. Die Folge der intensiven Vermarktung von Programmzeitschriften ist ein rigoroser Verdrängungswettbewerb, der den ertragreichen Zeitschriften selbst auf mehreren Ebenen schadet. Die empirische Analyse der Einstellungen und des Nutzungsverhaltens von Rezipienten zeigt u.a., daß die Leser selbst keinen Marktüberblick mehr haben und sich der Beeinflussungspotentiale nicht bewußt sind.
Aus dem Inhalt: Geschichte der Programmzeitschriften - Kommunikationswissenschaft - Öffentliche Aufgabe der Presse - Journalistisches Selbstverständnis - Medienkonzentration - Verlagsmarketing - Medien als Markenartikel - Pressekrieg oder Verdrängungswettbewerb - Empirische Erhebung - Einstellungen und Nutzungsverhalten gegenüber der Programmpresse.