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Leiden und Gerechtigkeit

Studien zu Theologie und Textgeschichte des Sirachbuches

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Lutz Schrader

Die Studie hat zum Ziel, das Leidensverständnis von Jesus Sirach herauszuarbeiten sowie traditionsgeschichtlich, religions- und zeitgeschichtlich einzuordnen. Es zeigt sich dabei, daß bei Jesus Sirach die Krise der alttestamentlich-jüdischen Weisheit, die sich im Hiobbuch und bei Qohälät niedergeschlagen hat, nur scheinbar überwunden ist. Der Tod, in den jedes Leben, auch das der Weisen und Gottesfürchtigen mündet, stellt die Gerechtigkeit Gottes in Frage, da es jenseits des Todes für einen Menschen nichts mehr zu hoffen gibt. Eigentümlich verbindet sich hier die alttestamentlich-altorientalische Totenreichvorstellung mit dem Individualismus der hellenistischen Zeit. Das Buch will einen Beitrag zu einem besseren Verständnis des frühen Judentums leisten.
Aus dem Inhalt: Untersuchungen zur Textgeschichte - Leiden als Prüfung - Kosmische Gesamterklärungen des Leidens - Theodizee - Todesfurcht und ewiger Name - Die Freudlosigkeit der Toten.