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Klopstock

In Fragmenten aus Briefen von Tellow an Elisa

Jürgen Behrens

Wie unter anderem aus handschriftlichen Eintragungen in den Bänden selbst hervorgeht, war die Erscheinungsweise der Originalausgabe recht verworren: Im Jahre 1777 erschien bei Schniebens zunächst ein erster Teil von C.F. Cramer, Klopstock (in Fragmenten aus Briefen von Tellow an Elisa), der fragmentarisch mit Seite 226 abrupt endete. 1778 wurde er nachgedruckt und mit einem zweiten Band zu einer Gesamtausgabe vereinigt. Dabei wurde der letzte Abschnitt der Seite 228 auf Seite 226 übertragen, der ursprüngliche Text der Seite 226 entfiel. Darüber hinaus wurde falsch paginiert, so dass der Text des zweiten Teiles (ungerechnet drei ungezählte Seiten Zwischentitel und Widmungsgedicht) wieder mit Seite 226 beginnt. Eine weitere Falschpaginierung findet sich auf den Seiten 321-384, die fälschlich mit 231-294 bezeichnet sind. Die Vorlagenbeschaffung gestaltete sich bei diesem äusserst seltenen Werk ungemein schwierig. Obwohl wir zunächst nur ein Exemplar des ersten Teiles finden konnten, druckten wir - dem Drängen von verschiedener Seite nachgebend - dann vorab diesen Teil nach. Erst bei der sich unerwartet lang hinziehenden Suche nach dem Fortsetzungsband wurden wir dann auf den oben geschilderten Tatbestand aufmerksam. F.C. Cramer (1752-1807), Sohn eines intimen Freundes von Klopstock, studierte in Göttingen, war Mitglied des Hainbundes und wurde Professor der griechischen und orientalischen Sprachen in Kiel. Wegen seiner revolutionären Gesinnung seines Amtes enthoben, etablierte er sich als Buchhändler in Paris, wo er starb. Er veröffentlichte u.a. Uebersetzungen von Rousseaus 'Neuer Heloise' und 'Emil'.