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Die «Kastom»-Ideologie in Melanesien

Nationenbildung und Wiederbelebung traditioneller Kultur in der nachkolonialen Entwicklung von Papua-Neuginea

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Wolfgang Maas

Entgegen der lange gültigen These vom allmählichen Verschwinden kultureller Vielfalt zugunsten einer uniformen 'Globalkultur' ist heute weltweit ein Trend zur Rückbesinnung auf traditionelle kulturelle Werte feststellbar. Am Beispiel des seit 1975 unabhängigen Staates Papua-Neuguinea zeigt der Autor, welchen Herausforderungen sich die dortige einheimische Elite bei der Schaffung einer Nation in einem multi-ethnischen Staatsgebilde gegenübergestellt sieht. Es werden Möglichkeiten und Grenzen der Einbeziehung traditioneller Kultur in diesen Prozeß der Nationenbildung aufgezeigt. Hierdurch eröffnet sich die Möglichkeit, diesen aus der Politikwissenschaft stammenden Begriff auch für eine Betrachtung aus kulturwissenschaftlicher Perspektive nutzbar zu machen.
Aus dem Inhalt: Nationenbildung - Cargo-Kulte - Kolonialgeschichte Papua-Neuguineas - Soziokulturelle Verhältnisse - Kulturwandel - Diffusionsforschung.