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Das Werk des Menschen und die Gnade Gottes in Karl Barths Sakramentstheologie

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Wingkwong Lo

In Barths Sakramentslehre wird das Sakrament nicht nur in Ursakrament und kirchliches Sakrament unterschieden, sondern auch voneinander getrennt. Die christlich-ethische Bedeutung des Sakraments, die Barth als die gesamte Bedeutung der kirchlichen Sakramente ansieht, ist jedoch nicht für gerechtfertigt zu halten. Eine Sakramentstheologie, die für den heutigen Menschen von Bedeutung sein kann, muß die christologische, die soteriologische und die christlich-ethische Bedeutung des Sakrements anerkennen. Barths Aufruf - «Laß Gott Gott sein» - hat in seiner neuen Sakramentslehre gerade eine umgekehrte Wirkung, weil er den Menschen zum Subjekt des Sakraments gesetzt hat, das aber nur Gott sein kann. Dogmatisch betrachtet besteht diese spätere und problematische Sakramentsauffassung Barths darin, daß er das Wirken Gottes und das des Menschen polarisierend auseinanderreißt, statt beides im sachgemäßen Bezug aufeinander zu unterscheiden.
Aus dem Inhalt: Das zentrale Anliegen und die Entwicklung der Sakramentstheologie Barths - Die Stellung des Menschen gegenüber Gott und seiner Gnade in Barths Sakramentslehre - Die christologische, soteriologische und christlich-ethische Bedeutung des Sakraments - Die christlichen Sakramente als Kooperation Gottes mit dem Menschen.