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Vita activa et Vita contemplativa

Formen und Funktionen eines antiken Denkmodells in der Staatsikonographie der italienischen Renaissance

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Florian Matzner

Das in der antiken Philosophie und Staatstheorie entwickelte Denkmodell der Vita activa et Vita contemplativa wird seit dem 14. Jahrhundert in der italienischen Staatsikonographie rezipiert und zu einem Herrscherideal erhoben. Die Funktion dieses Denkmodells als weniger politisch realisierbares denn vielmehr idealisierendes Postulat wird in der gesamten politischen Bildsprache der Renaissance eingesetzt: der neapolitanische König und der venezianische Doge, der Principe des kleinen Herzogtums und das päpstliche Oberhaupt im Vatikan, der Kardinal aus der römischen Adelsfamilie ebenso wie der venezianische Stadtrepublikaner verwenden die Vita activa et contemplativa als bildliche Legitimation und Manifestation in ihrer jeweiligen staatsikonographischen Selbstinszenierung.
Aus dem Inhalt: Antikenrezeption - Italienische Renaissance - Herrscherideal - Politische Bildsprache - Staatsikonographie.