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«Jo, des waren halt schlechte Zeiten...»

Das Kriegsende und die unmittelbare Nachkriegszeit in den lebensgeschichtlichen Erzählungen von Frauen aus dem Mostviertel

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Marianne Baumgartner

Den Verstrickungen der «kleinen Leute» in die geschichtlichen Abläufe und Ereignisse gilt in dieser alltagshistorischen Quellenanalyse das wissenschaftliche Interesse. Im Mittelpunkt stehen hierbei die lebensgeschichtlichen Erzählungen ländlicher Frauen, die im Rahmen eines mehrjährigen Aktionsforschungsprojekts erarbeitet wurden. Ihre Wahrnehmungs- und Aneignungsformen werden anhand eines zeitgeschichtlichen Geschehens dargestellt, das immer noch heftige Emotionen und Erregungen auszulösen vermag: Der Zusammenbruch der NS-Herrschaft und das Kriegsende in den Dörfern und Städten der niederösterreichischen Region des Mostviertels, die vielfältigen Überlebensprobleme der ersten Nachkriegszeit und vor allem die für die Frauen so problematische Befreiung und Besetzung der Region durch die Rote Armee.
Aus dem Inhalt: Das Projekt «Erzählte Lebensgeschichte - Frauen in Niederösterreich», Erinnern und Vergessen - Das zeitgeschichtliche Ereignis und lebensgeschichtliches Erzählen - Die sowjetische Besatzungsmacht und die sexuelle Gewalt - Die Versorgungskrise und die Überlebensarbeit der Frauen.