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Germaine de Staël romancière

Ein Beitrag zur Geschichte des frühromantischen Romans

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Beate Maeder-Metcalf

Ausgehend von der Theorie des Romans in der deutschen Frühromantik fragt die Studie nach einer vergleichbaren theoretischen Reflexion und Praxis in Frankreich. Am Beispiel Germaine de Staëls, die eine eigene Theorie des Romans verfaßte, erfolgreiche Romane schrieb und zugleich mit den Brüdern Schlegel befreundet war, wird das Dilemma des Romans um 1800 erörtert. Der Widerspruch zwischen optimistisch-aufklärerischem Habitus und resignativer Vereinsamung in der sich herausbildenden bürgerlichen Gesellschaft prägt auch die Reflexion über den Roman. Das theoretisch nicht gelöste Dilemma zwischen dem Roman als nützlichem Bildungsinstrument und als Vademecum für melancholische Außenseiter setzt sich in einer bestimmten formalen Vielschichtigkeit der Staëlschen Romane fort. Die Rezeption ihrer Romane bei den deutschen Frühromantikern verdeutlicht die unterschiedlichen Ansätze in der deutschen und französischen Romantheorie um 1800.
Aus dem Inhalt: Dilemma des frühromantischen Romans in Frankreich am Beispiel Germaine de Staëls - Philosophisch-poetologische Prämissen: Rettung der Aufklärung - Verbindung von aufklärerischer und romantischer Ästhetik in den Romanen - Rezeption der Romane in der deutschen Frühromantik.