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Ontologie der Lieblosigkeit

Untersuchungen zum Verhältnis von Mann und Frau in der frühen Prosa von Ernst Weiß

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Angela Steinke

Die Liebesbeziehungen in der frühen Prosa von Ernst Weiß enden in Wahnsinn, Mord oder Verzweiflung. Die vorliegende Studie zeigt in ausführlichen Einzelwerkuntersuchungen auf, wie Weiß menschlichen Zerstörungsprozessen schicksalhafte Züge verleiht. Er beleuchtet kritisch moralische Normen, die Erkenntnisfähigkeit des vernünftigen Menschen und die bürgerlichen Konventionen. Dazu greift Weiß auf den zeitgenössischen Diskurs über die Frau zurück und setzt die Annahme Freuds von der psychischen Determination des Menschen in seine Figurenkonzeption um. Dabei gelingt ihm mit Tiere in Ketten ein paradigmatischer expressionistischer Roman. Weiß' skeptischer Weltentwurf manifestiert sich als Ontologie der Lieblosigkeit in Motiven von Sexualität und Wahnsinn.
Aus dem Inhalt: Die Galeere - Tiere in Ketten - Stern der Dämonen - Die Verdorrten - Konstruktionen des Weiblichen - Frauenfiguren im zeitgenössischen Diskurs - Expressionistischer Roman - Sexualität und Wahnsinn - Subjektivität als erkenntnistheoretischer Standort - Imaginationen der Liebe.