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Kulturkritik in der Kurzprosa John Cheevers

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Helga Kuhli-Kortmann

Durch die Analyse ausgewählter Texte versucht diese Arbeit, die kulturkritische Diagnose zu ergründen, die John Cheever in seiner Kurzprosa stellt. Insbesondere prangert der amerikanische Autor die unangemessenen Wertvorstellungen seiner Landsleute an, die diese zu Opfern einer umfassenden Entfremdung werden lassen.
Phobien und Obsessionen sind Folgeerscheinungen, die sich in allen wichtigen Lebensbereichen manifestieren. So entwickeln die Figuren ein gestörtes Verhältnis zur Vergangenheit, deren Probleme genausowenig bewältigt werden wie die der Gegenwart. Die daraus resultierenden Frustrationsgefühle belasten darüber hinaus die zwischenmenschlichen Beziehungen der Protagonisten. Eine dritte Folge ihrer korrekturbedürftigen Weltanschauung ist schließlich die Entfremdung von der Natur, die nicht mehr als kraft- und trostspendende Quelle genutzt werden kann.
Aus dem Inhalt: Begriffsbestimmung von Kultur und Kulturkritik - Die Bewußtseinsdisposition des Individuums - Entfremdung und neurotische Phobien - Das Verhältnis der Figuren zur Vergangenheit - Die Darstellung der Natur - Das Individuum und seine familiären Beziehungen.