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«Wie macht man einen Regenbogen?»

Fritz Langs Nibelungenfilm- Fragen zur Bildhaftigkeit des Films und seiner Rezeption

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Andreas Wirwalski

Schon bei seiner Premiere im Jahr 1924 sorgte Fritz Langs «Nibelungen»-Film für Aufsehen: Seine originelle Bebilderung der Siegfried-Tragödie beeindruckte Zuschauer und Kritiker. In einer Zeit gesellschaftlicher Instabilität hatten sich Lang und seine Drehbuchautorin Thea von Harbou eines spezifisch «deutschen» Mythos' angenommen, der später auch von den Nationalsozialisten vereinnahmt wurde. Die vorliegende Studie zeigt zum einen, daß sich der Film mit seiner eigenen Sicht der Dinge hervorragend in die lange Reihe der Nibelungenlied-Adaptionen einordnen läßt. Es kommen jedoch ebenso kritische Stimmen zu Wort, die Siegfried Kracauers wichtige und fundamentale Analyse nur als eine unter vielen begreifen lassen.
Aus dem Inhalt: Mythos- und Schicksalsvorstellung bei Thea von Harbou und Fritz Lang - Das Epos als Drehbuchvorlage? - Das Problem mit der «Action» - Merkwürdige Ausblicke: Von Herkules zu Harmstorf.