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Weltausstellungen im Wandel der Zeit und ihre infrastrukturellen Auswirkungen auf Stadt und Region

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Christine Kalb

Weltausstellungen (EXPOs) im Wandel der Zeit (1851-2000) haben bislang noch keine umfassende Darstellung gefunden. Die vorliegende Arbeit hat die historische Entwicklung von EXPOs aufgearbeitet und untersucht auf der Basis der Theorie der Infrastruktur die ökonomische Dimension von EXPOs in Verbindung mit infrastrukturellen Aspekten am Beispiel der vier universellen EXPOs des 20. Jahrhunderts. Besondere Bedeutung hat dabei das Nachnutzungsprojekt Cartuja 93 in Sevilla. Zusammenfassend läßt sich ein eindeutiger Wandel der Kriterien für die Ausrichtung einer EXPO im Laufe der Zeit feststellen: Vom reinen Produktevergleich, Informationsforum und Experimentierfeld der Architektur hin zu einer Instrumentalisierung der EXPOs und auch anderer Großprojekte (Olympiaden etc.) für die Belange einer Stadt. EXPOs dienen mithin zunehmend, allerdings mit wechselhaftem Erfolg, als Katalysatoren, um drängende städtebauliche Probleme und infrastrukturelle Mängel zu beseitigen.
Aus dem Inhalt: Geschichte der Weltausstellungen (1851-2000) - Das Bureau International des Expositions (B.I.E.) - Theorie der Infrastruktur - Auswirkungen von Weltausstellungen auf Stadt und Region an vier Beispielen (Brüssel 1958, Montréal 1967, Osaka 1970, Sevilla 1992) - Allgemeine Einschätzung von EXPOs für Stadt und Region - EXPOs als Katalysatoren und Mittel der Stadt- und Regionalentwicklung (Festivalisierung der Stadtpolitik).