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Langzeilentradition in Walthers Lyrik

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Katharina Mommsen

Ohne den romanischen Einfluss auf die Vers- und Strophenform des mittelhochdeutschen Liedes in Abrede zu stellen, rückt diese Arbeit die Langzeile als beachtenswerte Formgrösse und mit ihr ein Fortleben der germanischen Verstradition innerhalb der höfischen Lyrik in den Blickpunkt. Die bekannten Beziehungen zwischen den Langzeilenstrophen des Nibelungenliedes und der «Elegie» Walthers werden um das Wissen von der Existenz und von der expressiven und kompositorischen Funktion der Langzeile im höfischen Minnelied ergänzt. Aus detaillierten Analysen wird ersichtlich, dass Walther die Langzeile zu einem subtilen Medium poetischer Aussage entfaltet und sich damit im Kontext einer sehr viel umfassenderen, auch lyrischen Tradition der Langzeile im Mittelhochdeutschen bewegt als bisher bekannt war.
Aus dem Inhalt: Zum Wesen der Langzeile - Frühhöfische Langzeilenstrophen (Namenlos, KLangzeilenstrophen (Namenlos, Kürnberg) - Die Langzeile in der hochhöfischen Liedstrophe (Johansdorf, Reinmar, Morungen) - Die Langzeile im Liedwerk Walthers - Die «Elegie».