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Die Pest in Schleswig-Holstein von 1350 bis 1547/48

Eine sozialgeschichtliche Studie über eine wiederkehrende Katastrophe

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Jürgen Ibs

Der Arbeit gelingt es mittels einer auf der Basis auch der modernen norwegischen Pestforschung gewonnenen Methode, 21 Pestumzüge in Schleswig-Holstein und Lübeck von 1350 bis 1548 exakt nachzuweisen. Es werden sowohl neue Erkenntnisse zum diffizilen Problem der Bevölkerungsverluste als auch zu wirtschaftlichen Folgen der Epidemien gewonnen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Analyse der gesellschaftlichen Reaktionen auf die ständigen Katastrophen. Überwiegen im 14. Jahrhundert noch religiöse Zielsetzungen, zeigt sich im 15. Jahrhundert als Novum ein planvolles Verhalten zur Abwehr der Seuchengefahr. In einem Exkurs werden die Judenpogrome im Ostseeraum um 1350 erstmals systematisch dargestellt als eine konzertierte Aktion der Hansestädte.
Aus dem Inhalt: Datierung und Lokalisierung der Pestepidemien in Schleswig-Holstein 1350 bis 1548 - Bevölkerungsverluste - Wirtschaftliche Folgen der Pest - Gesellschaftliche Reaktionen auf die Pest - Religiöses Verhalten - Judenpogrome im Ostseeraum.