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Die Legende von Meister Manole in der rumänischen Dramatik

Aspekte eines kreativen Schaffensprozesses am Beispiel der Dramen von Adrian Maniu, Lucian Blaga, Horia Lovinescu und Marin Sorescu

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Simone Reicherts-Schenk

Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Rezeption der Legende von Meister Manole in der rumänischen Dramatik. Insgesamt 25 Bearbeitungen des grausamen Legendenstoffes kann die Verfasserin nachweisen, von denen sie vier Dramen auswählt und als Einzeldarstellungen im jeweiligen Werkzusammenhang analysiert. Es handelt sich um die Stücke von Adrian Maniu und Lucian Blaga, zwei Klassikern der Literarischen Moderne, und von Horia Lovinescu und Marin Sorescu, beides anerkannte Autoren der Gegenwart. Bei der Textinterpretation, die einer eingehenden Strukturanalyse folgt, wird auf den der Legende zugrundeliegenden Schaffensmythos eingegangen: Jede Art von Kreativität fordert Opfer. In der Chronologie der vier Legendenbearbeitungen wird eine Wandlung des Opfers und seiner kausalen Verknüpfung mit Kreativität spürbar; man erkennt einen zunehmenden Zerfall des Mythos, der bei Sorescu schließlich seinen Höhepunkt findet.
Aus dem Inhalt: Rezeption der Legende von Meister Manole in der rumänischen Dramatik - Ursprung und Verbreitung der Legende - Darstellung der 25 dramatischen Bearbeitungen - Einzeldarstellungen der Dramen von Adrian Maniu, Lucian Blaga, Horia Lovinescu, Marin Sorescu mit Überblick auf das jeweilige Gesamtwerk des Autors - Strukturanalyse - Textinterpretation: Aspekte des kreativen Schaffensprozesses - Kritische Äusserungen und Würdigung des Dramas - Abschließender Vergleich der vier Dramen.