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Zeitbewußtsein, Erinnern und die Wiederkehr des Kultischen

Kontinuität und Bruch in der deutschen Avantgarde 1910-1930

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Mariusz Kieruj

Die literarische Avantgarde der Jahre 1910-1930 hatte einen gewaltigen Bruch mit den herrschenden ästhetischen Konventionen verursacht. Dieser Bruch konnte jedoch nur mit Hilfe eines noch gewaltigeren Rückgriffs auf alte, seit langer Zeit vergessene ästhetische Verfahren zustande kommen. Bruch und Rückgriff implizieren ein verändertes Verhältnis des avantgardistischen Autors zur Geschichte. In dieser Studie werden in drei Schritten (Zeit, Vergessen und Barbarisierung) Aspekte der avantgardistischen Geschichtskonzepte untersucht. Als wichtiger Beitrag zur Avantgardeforschung muß dabei insbesondere die Entdeckung des Rückgriffs auf die «kultische» Ästhetik hervorgehoben werden.
Aus dem Inhalt: Geschichtsphilosophische Konzepte des Bruchs und der Kontinuität - Theorie der Moderne - Vergessen und Erinnern - Sprache und Elemente des Kultischen - Literatur und Körper.