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Vom Ende der «prinzipiellen Lösbarkeit»

Zum Konfliktausgang in der Darstellung der sozialistischen Gesellschaft durch die DDR-Dramatik der 70er Jahre

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Jens Plassmann

Die Konfliktgestaltung durch die DDR-Dramatiker weicht in den 70er Jahren immer stärker von dem Theorem der «prinzipiellen Lösbarkeit» ab. Vielfach tritt statt dessen das Bemühen um die Entwicklung ideologie-resistenter Gestaltungsformen in den Vordergrund. Der Untersuchung liegen die Konfliktausgänge von mehr als fünfzig Stücken zugrunde. Der Frage nach 'Lösung', 'Teillösung' nach konkreter oder unspezifizierter 'Lösbarkeit' wird unter inhaltlichen wie formalen Aspekten nachgegangen, wobei besondere Aufmerksamkeit der durch den jeweiligen Text angebotenen Rezeptionsbreite gilt.
Aus dem Inhalt: Das Prinzip und der Zweifel - Spielformen der Gewißheit (Dramen u.a. von Baierl, Strahl, Hammel, Stolper, Hacks) - Versuche eines kritischen Dialogs (Müller, Schütz, Plenzdorf, Braun, Hein, Kirsch) - Die Dominanz der Zweifel (Seidel, Drewniok, Saeger, Braun, Rohleder, Brasch u.a.).