Show Less
Restricted access

Die Souveränität der Bundesrepublik Deutschland und die Integration der Europäischen Gemeinschaft

Konsequenzen der deutschen Vereinigung für eine künftige Europäische Union im Spiegel der EG-Entwicklung von 1957 bis 1992

Series:

Markus Lemmens

Die Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland ist untrennbar mit der Integration der Europäischen Gemeinschaft verbunden. Die europäische Einigung galt traditionell als Wert an sich, der Konsens über die Parteigrenzen hinweg bestand. Die Untersuchung beleuchtet die neue Konstellation in Europa: Einerseits erlangte die Bundesrepublik durch die staatliche Einigung ihre volle Souveränität und zog dadurch mit den EG-Mitgliedstaaten gleich. Andererseits einigten sich die Mitgliedstaaten im Dezember 1992 auf den Maastrichter Vertrag, der eine Europäische Union mit weiteren Souveränitätseinbußen für die Einzelstaaten schaffen soll. Es wird dargelegt, daß sich keine nennenswerte Abkehr in Deutschland vom Integrationsgedanken feststellen läßt. Allerdings wird um die Belange der Europäischen Einigung künftig schärfer gerungen.
Aus dem Inhalt: Definition des Begriffs Europa - Souveränitäts- und Integrationskonzepte - Föderalistische und funktionalistische Integrations-Theorie - Phasen der EG-Integration: I.-V. - Rolle der Nation und Nationalstaat in EG - Politische Kultur der BRD - Maastrichter Vertrag - GG und Europäische Union - Schwerpunkte neuer deutscher Europapolitik der 90er Jahre.