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John Rae (1796 - 1872) seine Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung

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Urs W. Birchler

John Rae (1796-1872), ein gebürtiger Schotte, der in Kanada und auf Hawaii lebte, gehört mit seinem Hauptwerk «Statement of Some New Principles of Political Economy» (1834) zur Epoche der klassischen Nationalökonomie. Teils aus eigener, kritischer Absicht, noch mehr aber durch ein launenhaftes Schicksal geriet Rae der klassischen Lehre gegenüber in die Stellung eines Aussenseiters, und ein solcher blieb er bis heute. Die nationalökonomische Literatur erwähnt Rae gelegentlich als Pionier auf dem Gebiet der Kapitalzinstheorie, doch hat Rae in Wirklichkeit ein Gedankenwerk von weit grösserem Zuschnitt hinterlassen. Seine scharfsinnigen Überlegungen zu Kapital und Zins sind Bestandteile einer umfassenden Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung. Der Wohlstand beruht nach Rae auf zwei Kräften: der Erfindungstätigkeit und der Kapitalbildung. Aus dem Zusammenspiel dieser Kräfte leitet Rae Wachstum, Stagnation und Verfall der Volkswirtschaft ab, wobei er die theoretisch möglichen Entwicklungszustände mit historischen Beispielen überzeugend belegt.
Aus dem Inhalt: Lebenslauf Raes und Wirkungsgeschichte seiner Gedanken - «A Natural History of man» - Übersicht über die ökonomische Theorie - Die Vorstellung von der Produktion - Die «orders of instruments» - Der Lohn - Die Profitrate und das Gesetz von ihrem Fall - Der Wert - Das «effective desire of accumulation» - Wirtschaftliche Entwicklung und stationärer Zustand - «invention» - Profitrate und Entwicklungsstand: Raes Theorie in der Anwendung - Interpretation der Theorie Raes.