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Sonne, Mond und Sterne in der deutschen Literatur seit dem Mittelalter

Ein Bildkomplex im Spannungsfeld gesellschaftlichen Wandels

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Gerhard H. Lemke

Der erste Teil des Buches skizziert die Rezeption der Astrologie in der deutschen Literatur von Lamprechts «Alexander» bis G. Grass; der zweite Teil verfolgt die epochalen Formen, in denen die Gestirne beschrieben oder im bildlichen Ausdruck verwendet wurden. Vorgeführt wird z.B. die Ablösung der Sonne als Sinnbild des himmlischen und höfischen Herrschers durch den Mond als Medium der emanzipatorischen Selbstfindung des deutschen Bürgers, ferner die Verwandlung des Weltraums von der politischen Utopie zum kosmischen Grab. An einem breiten Spektrum literarischer Gattungen und Formen sind Himmelsprospekte und ihre Beziehungen zum Strukturwandel der Gesellschaft untersucht, neue Sehweisen eines «dichterischen Bildkomplexes» noch in unscheinbaren Details eröffnet.