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Die Epicedien-Dichtung des Helius Eobanus Hessus

Lyrische Totenklage zur Zeit des Humanismus und der Reformation

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Ingeborg Gräßer

Epicedien sind Totenklagen, welche sich an Verstorbene und deren Angehörige richten. Sie bilden in der Epoche des Humanismus eine beliebte Gattung. Schon die Antike hatte die rhetorischen Regeln für diese Sonderform der Gelegenheitsdichtung festgelegt: das Lob des Toten, die Trauer der Freunde und der Trost für die Lebenden waren vom Dichter verbindlich auszudrücken. In lateinischer Sprache und im antiken Metrum bemühten sich die Humanisten, ihre griechischen und römischen Vorbilder nachzuahmen und zu überbieten. Die 13 Epicedien des Eobanus Hessus (1488-1540) werden hier untersucht, die Umstände ihrer Entstehung, ihre Abhängigkeit von den antiken Mustern und ihre Eigenart dargestellt. Des Dichters Persönlichkeit ist, trotz der Bindung an die Antike, in seinen Epicedien faßbar.
Aus dem Inhalt: Vorspiel - Zwei Wittenberger Trauerfälle - Drei Humanisten - Vier tüchtige Nürnberger - Europas Prominenz.