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Victor Brauner: Der Künstler als Seher, Magier und Alchimist

Untersuchungen zum malerischen und plastischen Werk 1940-1947

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Verena Kuni

1940: Paris wird von Hitlers Truppen besetzt. Victor Brauner - Jude deutsch-rumänischer Herkunft, der seit 1932 zum Kreis der Pariser Surrealisten gehört - flieht in die Basses-Alpes, wo er sich bis zum Kriegsende verbergen wird. Diese Zeit der Isolation steht für Brauner im Zeichen einer intensiven Beschäftigung mit hermetischem Gedankengut, der Lektüre magischer und kabbalistischer Schriften sowie der Dichtungen des Romantikers Novalis. Gleichzeitig führt ihn der Mangel an Malmitteln zum künstlerischen Experiment mit Kerzenwachs und Naturmaterial. Grundlage der Monographie ist eine eingehende quellenorientierte Analyse der in dieser Werkphase entstandenen Arbeiten Victor Brauners. Auf ihrer Basis wird sein Selbstverständnis als 'Künstler-Magier' in romantischer Tradition nachgezeichnet und in den Zusammenhang der hermetischen Orientierung des Surrealismus nach 1940 gestellt. Vorgelegt wird damit die erste wissenschaftliche Untersuchung der zwischen 1940 und 1947 geschaffenen Hauptwerke des Künstlers.
Aus dem Inhalt: Künstlerische Mythenbildung im Surrealismus - 'Der geblendete Seher' - Der 'Künstler-Magier' in romantischer Tradition - Die Auseinandersetzung mit okkulten Traditionen und Mysterienkulten bei Victor Brauner und im Surrealismus - Die Wachsbilder: 'Materialmagie' und ästhetisches Experiment - Das Kunstwerk als 'magisches Objekt' - Saturnsymbolik und Melancholie - Die Plastiken: Manifeste künstlerischer Selbstbehauptung gegenüber Bedrohung und Isolation.