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Selbstvergewisserung

Zur immanenten Poetik in der «Symfonie van Victor Slingeland» von Simon Vestdijk

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Birgitta Kasper-Heuermann

Die Studie zu der Romantrilogie des in den fünfziger Jahren bedeutendsten niederländischen Romanciers Simon Vestdijk (1898-1971) deutet des Werk als Beispiel der literarischen Moderne. Untersucht werden die erzähltechnisch raffinierte Roman-im-Roman-Konstruktion, der Symphoniecharakter, die epische Ironie sowie die zahlreichen intertextuellen Bezüge des Werks. Der Hauptimpuls für die Formexperimente entspringt einem selbstkritischen poetologischen Interesse des künstlerischen Subjekts. Für den Roman werden Spuren einer verfrühten Postmodernität reklamiert, wodurch dieser zu einem Wegbereiter für Schriftsteller wie W.F. Hermans, Cees Nooteboom und Harry Mulisch avanciert. So leistet die Arbeit einen Beitrag zur literaturhistorischen Neubewertung der Trilogie.
Aus dem Inhalt: Moderne/Postmoderne in der niederländischen Epik - Immanente Poetik - Metafiktionalität - Roman im Roman - Musikalische Struktur - Epische Ironie - Interfiktionalität.