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Lastenteilung in Verteidigungsbündnissen

Ein anwendungsorientierter Ansatz zur Verteilung von Lasten in militärischen Bündnissen auf der Grundlage der ökonomischen Theorie der Allianzen

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Horst Weber

Das Thema Lastenteilung, d.h. die gerechte Verteilung kollektiver Aufwendungen, stellt seit Gründung der NATO einen kontroversen Gegenstand der Diskussion dar. Als Ursache für diesen mangelnden politischen Konsens gelten vorrangig die bisher angelegten Maßstäbe zur Bewertung der Verteilungsgerechtigkeit innerhalb des Bündnisses, welche der Vielschichtigkeit des Problems nicht gerecht werden. In der vorliegenden Arbeit wird erstmals ein multidimensionaler Verteilungsansatz entwickelt, der es ermöglicht, die tatsächlichen - auch außerbudgetären - Lasten von Bündnismitgliedern an einem umfassenden Gerechtigkeitsmaßstab, basierend auf Nutzen- und Leistungsfähigkeitskriterien, zu messen. Die praktischen Anwendungsmöglichkeiten des Modells für alle Arten von internationalen Sicherheitsbündnissen werden anhand detaillierter empirischer Simulationen am Beispiel der NATO-Mitglieder demonstriert.
Aus dem Inhalt: Wachsende Bedeutung des Themas 'Lastenteilung' - Bearbeitung der Thematik vor dem Hintergrund der ökonomischen Allianztheorie - Nutzen- und Leistungsfähigkeit als Kriterien zur Ermittlung gerechter Lastenanteile - Neuabgrenzung der bündnisrelevanten Verteidigungsaufwendungen.