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Römische Kurie, italienischer Staat und faschistische Bewegung

Der Vatikan und Italien in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg bis zur totalitären «Wende» des Mussolini-Regimes (1919-1925)

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Stephan Kuss

Die Politik des Vatikans gegenüber totalitären Staaten wie das «Dritte Reich» und das faschistische Regime in Italien gehört zu den umstrittendsten Themen der Geschichtsschreibung. Diese Studie untersucht eingehend das Verhältnis der Römischen Kurie zur Bewegung Mussolinis von den Anfängen bis zu seiner Konsolidierung. Der Autor stützt sich bei seiner Untersuchung auf umfangreiche Archivrecherchen, die auch bislang unveröffentlichtes Material aus den vatikanischen Archiven umfassen. Die massive Unterstützung der Kirche sowie die faschistische Familien- und Bevölkerungspolitik waren für den Vatikan ein lobenswerter Gegensatz zur «unchristlichen» Politik der vorherigen liberalen Regierungen. Wegen seiner Gewaltbereitschaft wurde der Staat Mussolinis zwar nicht als Idealmodell angesehen, kam diesem aber doch sehr nahe.
Aus dem Inhalt: Der Vatikan und die italienischen Nachkriegskabinette - Die Furcht der Römischen Kurie vor der sozialistischen Streikbewegung 1919/1920 - Mussolini als Retter vor dem gesellschaftlichen Chaos - Die faschistische Kirchenpolitik - Ideologische Affinitäten zwischen Faschismus und Katholizismus - Die Desavouierung der katholischen Volkspartei.