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Pädagogische Schriften

Mit einer Einführung herausgegeben von Phillip S. McKnight

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Phillip S. McKnight

Der Spätaufklärer und Sturm-und-Drang-Gegner Johann Karl Wezel (1747-1819) hinterließ ein umfangreiches dichterisches, essayistisches und philosophisches Werk; es ist zugänglich und großenteils neu ediert. Seine pädagogischen Schriften dagegen sind kaum mehr greifbar, ja fast vergessen.
Hier werden zum ersten Mal die vier erziehungstheoretischen Essays aus den Dessauer Pädagogischen Unterhandlungen (1778), ferner sechs Wezel zuzuschreibende Abhandlungen über allgemeine und philanthropische Erziehung (1779) sowie vier Beiträge zum Dessauer Lesebuch für die Jugend (1778-1780) neu gedruckt.
Die Einführung erläutert Wezels pädagogische Ansichten geschichtlich und erziehungstheoretisch - auch im Hinblick auf Rousseau, Locke, Kant, Basedow, Campe und Schlosser. Aspekte dieser Theorien zeigen sich vielfach in Wezels dichterischen Werken.
Zum Kontext gehören Basedows Philanthropin in Dessau und Reiches Dessauer Buchhandlung der Gelehrten. Wezels Zensurschwierigkeiten mit Robinson Crusoe, der Streit mit Campe und das negative zeitgenössische Echo auf seine anthropomorphe Auffassung von Religion ergänzen das Bild eines literarischen Außenseiters, der ein hellsichtiger und scharfer Kritiker seiner Zeit war.
Aus dem Inhalt: Einführung: Wezel, deutsche Erziehung und Dessau - Präliminarien über deutsche Erziehung - Über die Erziehungsschriften - Welche Seite der Welt soll man jungen Leuten zeigen? - Noch eine Apologie des Ehrtriebs - Grundriß über die Erziehungswissenschaft - Über die Geschäfte der Mütter - Anmerkungen zu den philanthropischen Gedanken über den Philanthropismus - Ankündigung einer Privatanstalt - Der erste Dank - Erzählungen.