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Grundpacht und Lohnarbeit in der Landwirtschaft des römischen Italien

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Walter Scheidel

Im römischen Italien bestand unselbständige Landarbeit seit dem 2. Jh. v.Chr. neben der Plantagensklaverei vor allem in Grundpacht und Lohnarbeit. Die vorliegende Untersuchung ist der zentralen Frage gewidmet, die sich aus dem Spannungsverhältnis zwischen den oft ambivalenten antiken Nachrichten über diese beiden Einrichtungen und den Interpretationen der modernen Forschung ergibt: In Bezug auf welche Fragestellungen bieten die erhaltenen Quellen überhaupt eine Basis für historische Schlußfolgerungen? Fallweise ergänzt durch Vergleichsmaterial aus anderen Epochen, korrigiert oder relativiert diese Studie in vielen Punkten bisherige Deutungen der Überlieferung, um auf diese Weise die tatsächlichen Grundlagen modellhafter Rekonstruktionen im Detail herauszuarbeiten und kritisch zu evaluieren.
Aus dem Inhalt: Methodische Probleme der römischen Agrargeschichte - Pächter in der literarischen Überlieferung - Grundpacht als Management - Grundpacht, Sklaverei und Getreide - Sklaven und Freigelassene als Pächter - Freie oder Sklaven als Lohnarbeiter? - Lebensumstände der Lohnarbeiter.