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Eine ökonomische Analyse deutscher Gewerkschaften

Unter besonderer Berücksichtigung der Möglichkeit von free rider-Verhalten

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Olaf Winkelhake

Der Tariflohn weist in Deutschland faktisch den Charakter eines öffentlichen Gutes auf. Somit stellt er kein individuell rationales Motiv für eine Gewerkschaftsmitgliedschaft dar. Eine Analyse der Ausgabenstruktur der Gewerkschaften zeigt, daß selektive ökonomische Anreize für die überwiegende Mehrzahl der Mitglieder eine zu vernachlässigende Größe darstellen. Es wird daher die These aufgestellt, daß primär Elemente wie «Status» und «soziale Anerkennung» die Ursache einer Mitgliedschaft sind. Hierzu wird der mikroökonomische Ansatz des «social custom» aufgegriffen und im Hinblick auf die spezifischen Bedingungen des deutschen Arbeitsmarkts weiterentwickelt.
Aus dem Inhalt: Traditionelle analytische Ansätze - Die Bedeutung von social customs für die Analyse der Gewerkschaften - Ein allgemeines social custom Modell - Ein Modell gewerkschaftlicher Randgruppen - Die Beziehung zwischen Betriebsrat und Gewerkschaft - Die Rolle der kollektiven Tarifverhandlungen - Ein dynamisches social custom Modell.