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Die kurhessischen «Straf- und Besserungsanstalten»

Institutionen des Strafvollzugs zwischen Fürsorge, Vergeltung und Abschreckung

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Hubert Kolling

Während des 19. Jahrhunderts standen im Kurfürstentum Hessen zur Aufnahme rechtskräftig verurteilter Personen sechs sogenannte «Straf- und Besserungsanstalten» - zwei Stockhäuser, zwei Zuchthäuser und zwei Zwangsarbeitshäuser - zur Verfügung. Diese Studie, die auf der Auswertung umfangreicher Archivbestände und Pläne im Hessischen Staatsarchiv Marburg beruht, konzentriert sich auf die Frage, wie die besagten Institutionen beschaffen waren. Da das Hauptinteresse den inhaftierten Menschen gilt, nimmt die detaillierte Beschreibung des Anstaltslebens, einschließlich der Bemühungen hinsichtlich der religiösen und sittlichen Formung der Insassen mittels Seelsorge, Gottesdienst, Schule und Unterricht breiten Raum ein.
Aus dem Inhalt: Die «Straf- und Besserungsanstalten» im Kurfürstentum Hessen: Normative Grundlagen des Strafvollzugs - Vorstellung der Anstaltsgebäude - Anstaltspersonal - Detaillierte Beschreibung des Vollzugsalltags in einem deutschen Territorialstaat des 19. Jahrhunderts.