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Anthologie und interkulturelle Rezeption

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János Gulya and Norbert Lossau

Übersetzungsanthologien findet man in vielen Ländern; ihnen wurde bis heute jedoch wenig Beachtung in den nationalen Literaturwissenschaften zuteil. Ende 1991 fand in Göttingen ein Workshop statt, der die Übersetzungsanthologien zum Gegenstand eines internationalen Diskurses machte. Veranstaltet vom Finnisch-ugrischen Seminar der Georg-August-Universität in Verbindung mit dem Sonderforschungsbereich «Die Literarische Übersetzung» wandte sich das Interesse in erster Linie den «zwischeneuropäischen» Literaturen wie der ungarischen, finnischen, estnischen, lappischen und slowakischen zu. Historische Verläufe und typologische Überblicke in den jeweiligen Nationalliteraturen wurden dabei ebenso vorgestellt wie einzelne, in ihrer Bedeutung herausragende Anthologien und Übersetzer. Der Band enthält die redigierten schriftlichen Fassungen der auf dem Workshop gehaltenen Vorträge sowie der dort vorgetragenen Arbeitsberichte aus laufenden Forschungsvorhaben.
Aus dem Inhalt: Übersetzungsanthologien als Forschungsgegenstand - Finnische Anthologien der Weltlyrik im 19. Jh. - Estlands Blick auf die Weltliteratur im 19. Jh. - Lappische Anthologien und Lappisches in Anthologien - S. Krcméry und E.B. Lukác - Schöpfer der ersten slowakischen Weltliteraturanthologien - Übersetzungsanthologien als Medien der deutsch-slowakischen Literaturbeziehungen - Von Balassi bis Ady: Ungarische Versdichtung in deutschen Übersetzungsanthologien (1825-1914) - Der Terminus «Weltliteratur» in der ungarischen Sprache.