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Der phänomenologische Feldbegriff bei Aron Gurwitsch

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Zaeshick Choi

Die Arbeit hat in einem Gebiet, das zwar nicht unbekannt, aber doch zu wenig erforscht ist, wichtige Erträge erbracht. Gurwitschs Theorie der Selbstorganisation der Erfahrung, die im Umkreis heutiger biologischer oder kybernetisch verfaßter Selbstorganisationstheorien erneutes Interesse verdient, gewinnt deutliche Konturen in Bezugnahme auf Husserl, Schütz, Merleau-Ponty, Sartre, W. James, die Gestalttheorie und die Psychopathologie von Gelb und Goldstein. Darüber hinaus ist es dem Verfasser gelungen, Gurwitschs Wahrnehmungs- und Bewußtseinstheorie fruchtbar zu machen für eine Theorie des Handlungs- und Sozialfeldes, die weder von vorgegebenen Individuen noch von vorgegebenen Strukturen ausgeht. Auf diese Weise vermeidet er die Engpässe, die möglicherweise Gurwitsch veranlaßt haben, seine frühen Ansätze fallen zu lassen, und gleichzeitig macht er ein bisher ungenutztes Potential von Gurwitschs Theorie fruchtbar auf eine Weise, die dem derzeitigen Niveau einer phänomenologischen Sozialtheorie entspricht. Diese stellt gewiß eine respektable Leistung dar.
Aus dem Inhalt: Phänomenologie - Gestalttheorie - Sozialphänomenologie - Egologie und Nicht-Egologie - Selbstorganisation der Erfahrung - Horizont, Thema-thematisches Feld und Randbewußtsein - Wahrnehmungs-, Handlungs-, und Sozialfeld - Leiblichkeit - Lebenswelt - Sozialfeld - Geschichtlichkeit - Anonymität und Spontaneität - Das wechselwirkende dynamische Feld.