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Die Technokratiebewegung in Nordamerika und Deutschland zwischen den Weltkriegen

Eine vergleichende Analyse

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Stefan Willeke

«Technokratie», heute ein negativ besetztes Schlagwort, wurde in den frühen dreißiger Jahren zum Schlüsselbegriff einer sozialen Erneuerungsbewegung. Die Technokraten, die sich nach der Steuerung einer gesamten «Gesellschaftsmaschinerie» durch sachkundige Techniker sehnten, organisierten sich zunächst in Nordamerika, kurze Zeit später auch in Europa. Während der Weltwirtschaftskrise versuchten die Technokratiebewegungen, die politischen und wirtschaftlichen Systeme ihrer Zeit durch einen neuartigen Herrschaftsapparat der Ingenieure zu überwinden. In den USA scheiterten die Technokraten an Roosevelts «New Deal», in Deutschland an der «Gleichschaltung» durch die Nationalsozialisten. Der technokratische Glaube an eine vermeintlich «gute Technik» wurde durch Krieg und Massenvernichtung ad absurdum geführt.
Aus dem Inhalt: Der Technokratiebegriff - Langfristige Hintergründe der Technokratiebewegungen - Organisationsformen und -möglichkeiten der Technokraten - Die Verbreitung technokratischer Ideen - Das Ende der Technokratiedebatte während des «New Deal» und des NS-Reiches - «Technokratie» nach 1945.