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Schreiben unter variierender Revisionsbelastung

Verlauf und Ergebnis der Textkomposition bei wechselnden Medien, Aufgabenstellungen und Rahmenbedingungen

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Dagmar Ruth Salomon-Mundlos

Die große Freiheit in der Revision von Schriften, wie sie Textverarbeitungssysteme bieten, wird hier erstmals isoliert von anderen Einflußfaktoren in ihrer Wirkung auf Schreibprozeß und -produkt untersucht. Dazu werden die Komposition per Hand, auf einem gängigen Editorensystem und mit einem Computerprogramm, das nur sehr begrenzte Revisionsmöglichkeiten bietet, miteinander verglichen. Die Ergebnisse zeigen, daß gute Chancen zur Textänderung ausgiebig genutzt werden. Die Schriftqualität steigt dadurch jedoch nur dann, wenn die Autoren auf gründlich eingeübte Texterstellungsschemata zurückgreifen können. Bei kreativeren Aufgaben dagegen erweist sich die Anregung von Revisionen als eher qualitätsmindernde Verführung.
Aus dem Inhalt: Geschichte psychologischer Schreibforschung - Psychologische Schreibtheorien - Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Schreiben und Sprechen - Die Auswirkung unterschiedlicher Einflußfaktoren, insbesondere des Mediums, auf Schreibprozeß und -produkt - Experimentelle Studien zur Wirkung von Revisionsmöglichkeiten.