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Die Kooperation von Strafrecht und Sozialhilferecht bei der Disziplinierung von Armen mittels Arbeit

Vom Arbeitshaus bis zur gemeinnützigen Arbeit

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Eine Trennung von einem helfenden Sozialstaat und einem strafenden Rechtsstaat existiert nicht. Strafrecht und Sozialrecht sind auf komplexe Art und Weise miteinander verknüpft und beeinflussen sich wechselseitig. In der Praxis sind unterschiedliche Bezugssysteme möglich: die Kooperation, die Kompensation und die Alternative. In der vorliegenden Arbeit werden die Kooperationszusammenhänge zwischen dem Strafrecht und einem Teilbereich des Sozialrechts - dem Fürsorge- und Sozialhilferecht - am Beispiel des «Arbeitshauses» und der «gemeinnützigen Arbeit» seit der Gründung des Deutschen Reichs 1871 untersucht. In beiden Rechtsgebieten wurde in der Vergangenheit das Arbeitshaus und wird in der Gegenwart die gemeinnützige Arbeit als Disziplinierungsmittel bei Armen eingesetzt.
Aus dem Inhalt: Die strafrechtliche Disziplinierung von Armen im historischen Kontext: Arbeitszwang und Arbeitshausunterbringung von 1871 bis 1969 - Das Arbeitshaus im Armenrecht als kooperative Institution zum Strafrecht von 1871 bis 1974 - Die Heranziehung zu gemeinnütziger Arbeit nach dem Bundessozialhilfegesetz ( 19 Abs. 2 S. 1 2. Alt . BSHG) als strafrechtliche Disziplinierung - Die gemeinnützige Arbeit im Strafrecht: das kooperative Institut zu 19 Abs. 2 S. 1 2. Alt. BSHG.