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Pragmatik des Passivs in chemischer Fachkommunikation

Empirische Analyse von Labordiskursen, Versuchsanleitungen, Vorlesungen und Lehrwerken

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Shing-Iung Chen

Die Studie erforscht das Vorgangs- und das Zustandspassiv der chemiebezogenen Fachkommunikation aus funktional-pragmatischer Perspektive. Theoretischer Rahmen ist die Sprechhandlungstheorie. Forschungsgegenstand sind jeweils vier Labordiskurse, darauf bezogene Versuchsanleitungen, Vorlesungen und Lehrwerke. So konzentriert sich diese empirische Arbeit sowohl auf die pragmatischen Verwendungen des Passivs als auch auf den Vergleich der mündlichen und der schriftlichen Fachkommunikation. Dieser Ansatz hat gezeigt, daß anhand der Diskursanalyse die praktischen Verwendungen des Passivs systematisch zugeordnet werden können: In den Labordiskursen dient das Vorgangspassiv zur Kommentierung praktischer Tätigkeiten, während das Zustandspassiv als Auswertung des Experiments fungiert. In den Versuchsanleitungen kommt fast nur das Vorgangspassiv, aber kein Zustandspassiv vor. Sowohl in den Vorlesungen als auch in den Lehrwerken werden das Vorgangspassiv und das Zustandspassiv bei der Wissensvermittlung eingesetzt.
Aus dem Inhalt: Diskursanalyse - Pragmatik - Sprechhandlungstheorie - Deutsche chemische Fachsprache - Mündliche und schriftliche Fachkommunikationsforschung - Vorgangspassiv und Zustandspassiv in den Labordiskursen, Versuchsanleitungen, Vorlesungen und Lehrwerken.