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Die späte Prosa Gottfried Benns

Wirklichkeitserfahrung und Textkonstitution

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Isolde Arends

Die vorliegende Untersuchung hat den Anspruch, die späte Prosa Gottfried Benns aus ihrer auch von Forschungsseite immer noch marginalen Betrachtung zu lösen und sowohl ihre «Zeit-Ungemäßheit» als auch ihre provozierende Aktualität aufzuzeigen. An dem zentralen Begriff der Wirklichkeit entwickelt sich dabei in direkter Korrelation zum Text das, verglichen mit dem populären 'frühen' Benn, wesentlich differenziertere Bild eines Künstlers und Menschen, der weniger als Transformationsorgan seiner Zeit denn als Oszillator einer geistig-zeitlosen Haltung fungiert. Die späten Prosawerke als ein Aus-Druck summarischer wie resümierender Wirklichkeitserfahrung stehen damit für ein ganzheitlicheres Benn-Verständnis und eine ästhetisch komplexere perspektivische Rezeption.
Aus dem Inhalt: Wirklichkeitserfahrung Gottfried Benns im Kontext seiner Zeit - Erfahrung und künstlerischer Ausdruck in der späten Prosa - Konstituierende Merkmale - Das Spätwerk als kritisches Resümee - Anspruch und Aktualität.