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Wirklichkeit als Herausforderung des Wortes

Engagement, poetologische Reflexion und dichterische Kommunikation bei Marie Luise Kaschnitz

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Johannes Östbö

Das zentrale Anliegen der Arbeit ist die Untersuchung einer für Marie Luise Kaschnitz grundlegenden Voraussetzung ihres dichterischen Schaffens: die Auseinandersetzung mit einer objektiv erfahrenen und subjektiv erlebten Wirklichkeit, mit der sie sich als Mensch und als Frau konfrontiert sieht und von der sie, durch ihr Medium und ihre Möglichkeiten als Schriftstellerin, im kommunikativen Kontext mit dem Leser herausgefordert wird. Durch analytische Betrachtung von Gedichten, Prosatexten und essayistischen Schriften aus den Jahren 1945 bis 1974 werden ethische, sozio-kulturelle und existentielle Aspekte dieser Herausforderung veranschaulicht und - häufig in Verbindung damit - ästhetische, poetologische und gattungsspezifische Fragen sowie explizite und implizite Stellungnahmen dazu ins Licht gerückt.
Aus dem Inhalt: Vom Ästhetentum zum Realitätsbewußtsein - Engagement und Formsuche in zwei Gedichtzyklen - Wirklichkeit als existentielle Herausforderung in den frühen Kurzgeschichten - Thematisierung weiblichen Rollenverhaltens in vier Kurzgeschichten - Explizite und implizite Poetik in Gedichten und Prosatexten - Wirklichkeit und wirkendes Wort in epischer Kommunikation.