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Ludwig Wittgenstein über Wahrheit und Kunst

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Armin Thommes

Wittgenstein vertritt in seinem Spätwerk eine Kohärenztheorie der Wahrheit und der Kunst. Die Bestimmung dieser Begriffe erfolgt vor dem Hintergrund der Systeme Sprache und Weltbild. Die sprachlich erstellten Weltbilder bestimmen die Wirklichkeit innerhalb einer Lebensform. Aussagen gelten als wahr bzw. Objekte werden als Kunst angesehen, wenn die entsprechenden Inhalte in Kohärenz zum Weltbildhorizont der Kultur stehen. Die Systemkohärenz wird von Kennern ermittelt. Dabei gilt Wittgenstein die Wahrheit nicht als wirkliches So-Sein der Welt, sondern bestenfalls (in den Naturwissenschaften) als Wahrscheinlichkeit. Und die Kunst wird als bloßes Abzeichen einer Kennergemeinschaft gefaßt.
Aus dem Inhalt: Vom Korrespondenzaspekt der Bildtheorie zum sprachspielbedingten Kohärenzbegriff - Sprachspiel und Weltbild: die Elemente der Kohärenz - Kriterien der Kohärenz: Einfachheit, Symmetrie, Erfahrung - Gültigkeitsansprüche - Wahrheit heißt Kohärenz - Kunst ist ein Abzeichen.