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Politische Proteste im geteilten Deutschland

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Kersten Vogt

Obwohl dies schon in den sechziger und siebziger Jahren intensiv beforscht wurde, können Sozialwissenschaftler nicht befriedigend erklären, warum sich Menschen an Protestaktionen beteiligen. Im Gegenteil: Der Aufstand der DDR-Bevölkerung im Herbst 1989 überraschte auch die Sozialforscher. Kann es sein, daß die DDR-Revolution auf den gleichen individuellen Handlungsanreizen beruhte, wie die Friedensdemonstrationen und Anti-AKW-Proteste in Westdeutschland? Ist vergleichbar, was drüben pathetisch als Revolution, hüben aber als «Druck der Straße» bezeichnet wurde? Umfragedaten aus der «alten» Bundesrepublik und Leipzig, bezogen auf die Zeit vor dem Mauerfall, erlauben es, ein Erklärungsmodell für politische Proteste in zwei gegensätzlichen Gesellschaftssystemen zu testen.
Aus dem Inhalt: Revolutionstheorien - Bedingungen für politische Proteste - Ein Erklärungsmodell - Bürgerproteste im Ost-West-Vergleich.